Informatives: Erste Informationen zum Ablauf einer Begleitung

Der erste Kontakt

Wenn Sie Unterstützung durch die örtliche Hospizgruppe wünschen, ist die erste Ansprechpartner*in die zuständige Einsatzleitung.

Die Einsatzleitung wird nach einem telefonischen Kontakt mit Ihnen meistens ein erstes Treffen vorschlagen um sich ein eigenes Bild von der vorliegenden Situation zu machen.

Die Kontaktnummern dazu finden Sie komprimiert in einer Tabelle unter Auflistung der Regionalgruppen .

Auf der Seite der Regionalgruppen finden Sie weitere Informationen zu dem Einzugsgebiet der Regionalgruppen.Die Einsatzleitung führt mit Ihnen ein erstes Gespräch, in der Regel am Telefon und vereinbart mit Ihnen einen Erstbesuch.

Für die Einsatzleitung ist es wichtig zu wissen:

  • Um wen handelt es sich? Wer benötigt die Begleitung und Unterstützung?
  • Informationen über Erkrankung und derzeitigem Zustand des Betroffenen
  • Was braucht der betroffene sterbende oder schwerkranke Mensch?
  • Wo lebt der schwerkranke oder sterbende Mensch,  zuhause oder in einer Pflegeeinrichtung, oder ist er oder sie im Krankenhaus?
  • Gibt es schon ein Unterstützungssystem, wer oder welche Einrichtungen sind an der Betreuung beteiligt ( z.B. Pflegedienst, Betreuungsdienst, Familie/Verwandte, Nachbarn,…)
  • Ist der Mensch darüber informiert, das Kontakt zu der Hospizgruppe aufgenommen wird?

Das Ziel des Erstgespräches der erfahrenen  Einsatzleitung ist, einen ersten Eindruck von der Gesamtsituation zu erhalten. Nach dem telefonischen Erstkontakt und dem ersten Besuch durch die Einsatzleitung kontaktiert diese eine*n Ehrenamtliche*n aus der jeweiligen Hospizgruppe die ihrer Einschätzung nach für diesen besonderen Einsatz am besten geeignet ist und auch die in diesem besonderen Fall erforderliche Zeit hat. Bei zeitlich umfangreicheren Begleitungen kann unter Umständen auch ein*e zweite Hospizmitarbeiter*in hinzugezogen werden. Die weiteren Termine sprechen Sie dann mit der Hospizmitarbeiter*in persönlich ab.

Da wir auch zu Ihrem Schutz an gesetzliche Datenschutzrichtlinien gebunden sind ist es erforderlich, dass Sie oder der Betroffene eine

Einwilligung zur Entbindung von der Schweigepflicht für zu begleitende Menschen und Angehörige unterschreiben.

Damit erhalten wir von Ihnen die Grundlage von Ihnen folgende persönlichen Informationen zu erfragen:

    • den Namen des Betroffenen
    • das Geburtsdatum
    • die Wohnadresse
    • die Krankenkasse

Selbstverständlich werden alle an uns gegebenen persönlichen Informationen vertraulich behandelt. Die Hospizmitarbeiter*innen geben Informationen nur für den internen Gebrauch und dem erforderlichen Umfang im Rahmen der Begleitung an die Einsatzleitung weiter. Über die oben angegebenen persönlichen Daten werden keine Begleitprotokolle verfasst, sondern nur das

    • Datum des Beginns der Begleitung
    • Datum des Abschlusses der Begleitung
    • die Anzahl der Besuche durch die Hospizmitarbeiter*in

Die Begleitung durch Hospizmitarbeiter*innen ist für Sie grundsätzlich  kostenfrei.

Zur Finanzierung einer erforderlichen Verwaltung des Vereins, der Weiterbildungen der Ehrenamtlichen, sowie der regelmäßigen Supervisionen wird die ambulante Hospizarbeit neben Spenden von den gesetzlichen und  privaten Krankenkassen nach SGB V, § 39a, Abs. 2, Satz 8 finanziell seit 2015 gefördert. Um diese jährliche Förderung beantragen zu können benötigen wir die oben angegebenen persönlichen Angaben.

Was braucht die Einsatzleitung der Hospizgruppe?

Wir benötigen neben dem Namen, Vornamen und Geburtsdatum des betroffenen Menschen die Adresse sowie die Angabe über die zuständige Krankenkasse. Ansonsten dokumentieren die Ehrenamtlichen:

  • Das Datum des ersten Besuches
  • Wie oft die Ehrenamtliche da ist
  • Wann die Begleitung wieder beendet wird

Diese persönlichen Daten werden im Rahmen eines Förderantrages an die zuständige Krankenkasse weitergegeben. Darüber hinaus werden keine Verläufe oder Begleitdaten erhoben oder weitergegeben, denn die Hospizmitarbeiter*innen unterliegen der Schweigepflicht. Der Einsatz der Hospizgruppe ist ehrenamtlich, das heisst, für Sie oder den/die Betroffene/n entstehen für die Begleitung durch die Hospizmitarbeiter*in keinen Kosten. Dennoch brauchen wir die oben angeführten Angaben. Die im Zusammenhang mit der Hospizarbeit entstehenden Kosten werden einerseits über Spenden, sowie über eine Förderung durch die Krankenkassen refinanziert.