Hospizarbeit

Hospizarbeit

In Deutschland wurde 1986 das erste stationäre Hospiz gegründet. Seitdem hat sich viel in der Hospizarbeit in Deutschland getan. Laut Deutschem Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV) gibt es in Deutschland derzeit (Stand: 2010) 1.500 ambulante Hospizdienste und 162 stationäre Hospize. Dazu kommen 166 Palliativstationen in Krankenhäusern.

Allerdings ist der Bedarf laut DHPV in Deutschland bei weitem noch nicht gedeckt. Neben den Hauptamtlichen, engagieren sich in Deutschland nach Schätzungen 80.000 Ehrenamtliche in der Hospizbewegung.

Die Initiatoren der Hospizbewegung haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Sterben und die Sterbenden in das Leben zu integrieren und den Tod als natürlichen Teil des Lebens zu begreifen. Mit der praktischen Anwendung dieser Einstellung wollen sie den Sterbenden ein würdevolles Leben in den letzten Stunden ermöglichen. Umfragen zufolge möchten etwa 90 Prozent aller Menschen zu Hause sterben. Tatsächlich sterben aber etwa 50 Prozent der Menschen im Krankenhaus und weitere 20 Prozent in Pflegeheimen.

 

Gedanken der Hospizarbeit

  • Schwerkranke, Sterbende und deren Angehörige nicht alleine lassen
  • Wünsche und Bedürfnisse der Schwerkranken und Sterbenden sind wegweisend
  • Einsatz für eine bestmögliche Schmerztherapie, Orientierung an christlichen und ethischen Werten
  • »Sterben, Tod und Trauer« ins Leben integrieren
  • Ablehnung der aktiven Sterbehilfe